Zahl des Monats: 63,1 %
Bevölkerungsanteil denen Breitbandgeschwindigkeiten ≥1 Gbit/s zur Verfügung standen (Festnetzinternet, 1Q 2026, Steiermark).
 

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Oktober 2026: Breitbandversorgung

Die Versorgung mit Internetverbindungen mit Breitbandgeschwindigkeit gewinnt an Bedeutung. Sie ist nicht nur zentral, was die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit anbelangt, sondern ist zunehmend Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe und daher als ein Teil der allgemeinen Daseinsvorsorge zu verstehen. Insbesondere datenintensive Anwendungen erfordern eine schnelle und stabile Internetverbindung, wobei vor allem gigabitfähige Festnetzanschlüsse an Bedeutung gewinnen (werden).

Gemessen am Anteil der Bevölkerung, der beim Festnetz Breitbandgeschwindigkeiten mit mindestens 1.000 Mbit/s zur Verfügung stehen, liegt Wien mit Abstand an erster Stelle im Bundesländervergleich. Folgt man den Daten des Breitbandatlas für das 1. Quartal 2026 hatte in Wien mit einem Anteil von 94,5 % fast die gesamte Bevölkerung Zugang zu einem Festnetzinternetanschluss mit mindestens 1.000 Mbit/s. In der Steiermark trifft dies auf etwas weniger als zwei Drittel der Bevölkerung zu (63,1 %, Rang 7). Hohe Versorgungsgrade werden nach Wien auch in Oberösterreich (82,7 %), im Burgenland (81,7 %) sowie in Tirol (81,6 %) erzielt, am geringsten fällt der Versorgungsgrad in Kärnten mit 46,4 % aus.

Innerhalb der Steiermark gibt es auf Bezirksebene deutliche Unterschiede, wobei der höchste Versorgungsgrad in Graz mit 87,6 % erreicht wird. Auch im Murtal (78,1 %), in Leoben (73,8 %) und in Bruck-Mürzzuschlag (72,6 %) werden vergleichsweise hohe Versorgungsgrade erreicht. Im Bezirk Südoststeiermark stand im 1. Quartal 2026 nur etwas mehr als einem Viertel der Bevölkerung (26,5 %) ein gigabitfähiger Festnetzanschluss zur Verfügung. Damit liegt die Südoststeiermark auch im österreichweiten Vergleich der Bezirke an viertletzter Stelle. Geringere Werte werden lediglich in den Kärntner Bezirken Völkermarkt (17,2 %), Feldkirchen (24,2 %) sowie Villach Land (25,3 %) erzielt. 

Mit erstem Quartal 2026 erreichten 28 der insgesamt 285 steirischen Gemeinden Versorgungsgrade mit gigabitfähigem Festnetzinternet von 90 % oder mehr. Die höchsten Bevölkerungsanteile, denen ein Festnetzinternetanschluss mit mindestens 1.000 Mbit/s zur Verfügung steht, weisen drei Gemeinden aus dem Bezirk Leibnitz auf: Sankt Andrä-Höch, Sankt Nikolai im Sausal sowie Wildon mit einem Bevölkerungsanteil von rund 99 %. Die Spannbreite auf Gemeindeebene bleibt jedoch sehr groß, beispielsweise steht in den Gemeinden Pusterwald, Wildalpen und Radmer weiterhin kein gigabitfähiger Festnetzanschluss zur Verfügung.

Vertiefende Informationen zur Breitbandversorgung finden sich auch im ÖROK-Atlas unter:

https://www.oerok-atlas.at/indikator-uebersicht/daseinsvorsorge-und-infrastruktur/breitband

 

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