Zahl des Monats: +2,3 %
unselbständig Aktivbeschäftigte Graz-Umgebung 2025.
 

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Regionsprofile 04.2026

Als Ergänzung zur Datenbereitstellung durch das WIBIS-Portal werden im Rahmen von Regionsprofilen die wirtschaftlichen Eckdaten des Landes und seiner Bezirke sowie NUTS-3-Region analytisch und in einer verdichteten Form aufgearbeitet. Diese komprimierte Darstellung beinhaltet je Region ein layoutiertes Deckblatt, welches wesentliche Informationen zur jeweiligen Region in kurzer und prägnanter Form darstellt, sowie eine vierseitige textliche Analyse zu den wesentlichsten Indikatoren.

Die Regionsprofile (pdf), bestehend aus einem Factsheet und einem Textteil und die Tabellenanhänge wurden mit Datenstand April 2026 erstellt.
Der pdf-Tabellenanhang beinhaltet zudem auch ein Factsheet.

Steiermark

Regionsprofile / Berichte
Datenstand: 29.04.2026
Regionsprofile / Daten
Datenstand: 29.04.2026
Landesprofil Steiermark (AT22) Bericht
(PDF, 625 KB)
Landesprofil Steiermark (AT22) Daten
(PDF, 700 KB) (XLSX, 461 KB)

Bezirke

Regionsprofile / Berichte
Datenstand: 29.04.2026
Regionsprofile / Daten
Datenstand: 29.04.2026
Bezirksprofil Graz (Stadt) (B601) Bericht
(PDF, 705 KB)
Bezirksprofil Graz (Stadt) (B601) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 689 KB)
Bezirksprofil Deutschlandsberg (B603) Bericht
(PDF, 702 KB)
Bezirksprofil Deutschlandsberg (B603) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 687 KB)
Bezirksprofil Graz-Umgebung (B606) Bericht
(PDF, 712 KB)
Bezirksprofil Graz-Umgebung (B606) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 687 KB)
Bezirksprofil Leibnitz (B610) Bericht
(PDF, 717 KB)
Bezirksprofil Leibnitz (B610) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 687 KB)
Bezirksprofil Leoben (B611) Bericht
(PDF, 708 KB)
Bezirksprofil Leoben (B611) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 688 KB)
Bezirksprofil Liezen (B612) Bericht
(PDF, 714 KB)
Bezirksprofil Liezen (B612) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 684 KB)
Bezirksprofil Murau (B614) Bericht
(PDF, 708 KB)
Bezirksprofil Murau (B614) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 686 KB)
Bezirksprofil Voitsberg (B616) Bericht
(PDF, 691 KB)
Bezirksprofil Voitsberg (B616) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 688 KB)
Bezirksprofil Weiz (B617) Bericht
(PDF, 703 KB)
Bezirksprofil Weiz (B617) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 687 KB)
Bezirksprofil Murtal (B620) Bericht
(PDF, 679 KB)
Bezirksprofil Murtal (B620) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 686 KB)
Bezirksprofil Bruck-Mürzzuschlag (B621) Bericht
(PDF, 726 KB)
Bezirksprofil Bruck-Mürzzuschlag (B621) Daten
(PDF, 620 KB) (XLSX, 686 KB)
Bezirksprofil Hartberg-Fürstenfeld (B622) Bericht
(PDF, 706 KB)
Bezirksprofil Hartberg-Fürstenfeld (B622) Daten
(PDF, 620 KB) (XLSX, 687 KB)
Bezirksprofil Südoststeiermark (B623) Bericht
(PDF, 695 KB)
Bezirksprofil Südoststeiermark (B623) Daten
(PDF, 619 KB) (XLSX, 687 KB)

NUTS-3-Regionen

Regionsprofile / Berichte
Datenstand: 29.04.2026
Regionsprofile / Daten
Datenstand: 29.04.2026
NUTS-3-Profil Graz (AT221) Bericht
(PDF, 672 KB)
NUTS-3-Profil Graz (AT221) Daten
(PDF, 612 KB) (XLSX, 621 KB)
NUTS-3-Profil Liezen (AT222) Bericht
(PDF, 669 KB)
NUTS-3-Profil Liezen (AT222) Daten
(PDF, 613 KB) (XLSX, 617 KB)
NUTS-3-Profil Östliche Obersteiermark (AT223) Bericht
(PDF, 676 KB)
NUTS-3-Profil Östliche Obersteiermark (AT223) Daten
(PDF, 613 KB) (XLSX, 412 KB)
NUTS-3-Profil Oststeiermark (AT224) Bericht
(PDF, 674 KB)
NUTS-3-Profil Oststeiermark (AT224) Daten
(PDF, 613 KB) (XLSX, 413 KB)
NUTS-3-Profil West- und Südsteiermark (AT225) Bericht
(PDF, 687 KB)
NUTS-3-Profil West- und Südsteiermark (AT225) Daten
(PDF, 613 KB) (XLSX, 412 KB)
NUTS-3-Profil Westliche Obersteiermark (AT226) Bericht
(PDF, 660 KB)
NUTS-3-Profil Westliche Obersteiermark (AT226) Daten
(PDF, 614 KB) (XLSX, 412 KB)

Landesprofil Steiermark (AT22)

Datenstand: 29.04.2026

In aller Kürze

  • Die Steiermark ist eine hochentwickelte europäische Industrieregion mit einer Spezialisierung im Bereich der wissensintensiven, industrienahen Dienstleistungen. Die relevantesten Exportgüter sind Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und Anlagen sowie elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse.
  • Die steirische, wie auch die gesamtösterreichische Wirtschaft, entwickelte sich im Jahr 2025 sehr verhalten: Die Industrie stagnierte weitestgehend, während zahlreiche multiple globale Risiken das ökonomische Umfeld besonders herausfordernd gestalteten. Eine Auswirkung war, dass die unselbstständige Aktivbeschäftigung im Vergleich zu 2024 um -0,3 % sank.
  • Mit 5,32 % (2023) weist die Steiermark die höchste F&E-Quote aller österreichischen Bundesländer auf und liegt damit auch im europäischen Vergleich im Spitzenfeld. Die hohe F&E-Quote wird sowohl vom öffentlichen Sektor als auch vom Unternehmenssektor getragen. Damit weist die Steiermark umfassende Stärken sowohl in der Grundlagenforschung als auch der angewandten F&E auf.
     

Allgemeine Beschreibung

Die Steiermark verfügt über eine ausgeprägte industrielle Tradition und zählt heute zu jenen Regionen, die besonders F&E-intensiv und exportorientiert sind. Schon früh bildete sich eine Industrie, die auf Grundstoffe, insbesondere auf die Eisen- und Stahlerzeugung, konzentriert und entlang der Flussläufe angesiedelt war. Mit der Gründung der Technischen Hochschule im Jahr 1811 durch Erzherzog Johann wurden die Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung im Bereich der technisch-naturwissenschaftlichen Ingenieursdisziplinen gelegt. Diese Bereiche sind heute maßgeblich für die wirtschaftliche Prägung der Steiermark verantwortlich.

In den 1970er- und 1980er-Jahren prägten große, verstaatlichte Unternehmen die Wirtschaftsstruktur, insbesondere in der Obersteiermark. Die internationale Krise des Eisen- und Stahlmarktes führte jedoch zu einem tiefgreifenden Wandel in der verstaatlichten Industrie. Durch umfassende Restrukturierungen, gezielte Investitionen und eine strategische Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik gelang es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Heute nimmt die Steiermark eine führende Position in Nischen des Qualitätssegmentes ein, unter anderem in der Herstellung von Eisenbahnschienen, Bahnsystemen, hochwertigen Stahlprodukten, Fahrzeugen und Maschinen. Neben den technologieintensiven Kernbereichen der steirischen Industrie treiben die wissensintensiven unternehmensbezogenen Dienstleistungsunternehmen die steirischen F&E-Aktivitäten. Die Steiermark weist die mit Abstand höchste F&E-Quote aller österreichischen Bundesländer auf, die sowohl von Unternehmen als auch von öffentlichen Institutionen wie Universitäten getragen wird.

Bevölkerung

Topografisch grenzt die Steiermark nördlich an die Zentralalpen. Vor allem die Bezirke Liezen, Murau und Murtal sind durch die Niederen Tauern hochalpin geprägt. Im Süden gehen die Alpen in das Alpenvorland über. Hier prägen das weststeirische und oststeirische Hügelland das Landschaftsbild.

Am 01.01.2025 zählte die Steiermark 1.271.716 Einwohner, was 13,8 % der österreichischen Wohnbevölkerung entspricht. Die Landeshauptstadt Graz mit 305.314 Einwohnern und der die Landeshauptstadt umschließende Bezirk Graz-Umgebung, mit 164.654 Einwohnern, stellen den Siedlungsschwerpunkt dar. Die Bevölkerungsdichte bezogen auf den Dauersiedlungsraum (d. h. Wohnbevölkerung pro km² Dauersiedlungsraum) war im Jahr 2025 mit 244 Einwohnern je km2 die fünfthöchste unter den österreichischen Bundesländern (Österreich: 281 Einwohner je kmDauersiedlungsraum). Lediglich 32 % der Fläche wurden 2025 als Dauersiedlungsraum genutzt, die Steiermark ist besonders waldreich (Österreich: 39 %) (vgl. Statistik Austria, 2025).

Bis in die 1970er-Jahre verzeichnete die Steiermark ein Bevölkerungswachstum, danach stagnierte die Zahl der Einwohner. Seit 2001 ist jedoch wieder ein leichtes Wachstum zu beobachten. Im Zeitraum von 2021 bis 2025 lag der Bevölkerungszuwachs bei +0,5 % p.a. (Rang 7 im Bundesländervergleich vor dem Burgenland und Kärnten). Trotz dieses generellen Trends zeigen sich innerhalb der Steiermark deutliche Unterschiede. Der Bevölkerungszuwachs konzentrierte sich auf den urbanen Zentralraum sowie auf die angrenzenden Bezirke Leibnitz, Weiz und Deutschlandsberg (vgl. Statistik Austria, 2025). 

Das Bevölkerungswachstum wird maßgeblich durch Zuwanderung getragen. Im Zeitraum von 2020 bis 2024 war die Geburten-Sterbe-Bilanz mit -15.649 Einwohnern bzw. -2,5 je 1.000 Einwohner negativ, während die Wanderbilanz mit +6,5 je 1.000 Einwohner deutlich positiv war. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung lag im Jahr 2025 unter dem gesamtösterreichischen Durchschnitt, wobei hier hauptsächlich Wien (36,4 %) für den Österreichwert (20,2 %) verantwortlich ist (Steiermark: 14,6 %) (vgl. Statistik Austria, 2025).

Im Hinblick auf die demografische Struktur weist die Steiermark eine ältere Bevölkerung auf. Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Personen im Alter von 65 Jahren und älter 22,1 % (Österreich: 20,2 %). Demgegenüber stand ein Anteil der bis 19-Jährigen von 18,0 % (Österreich: 19,2 %). Bis 2040 wird ein weiterer Anstieg des Anteils der Bevölkerung von 65 Jahren und älter prognostiziert (Steiermark: 28,7 %, Österreich: 26,1 %), wohingegen der Anteil der Personen zwischen 20 und 64 Jahren zurückgehen wird (Steiermark: 54,3 %, Österreich: 55,6 %). Damit schrumpft auch der Pool an Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen (vgl. Statistik Austria, 2025).

Die Wohnbevölkerung der Steiermark zwischen 25 und 64 Jahren ist vergleichsweise gut gebildet, lediglich 14,9 % der Personen verfügten 2023 über maximal einen Pflichtschulabschluss (Österreich: 17,1 %). Überdurchschnittlich vertreten waren Personen mit einem Lehrabschluss oder der Meisterprüfung als höchster Ausbildung (36,2 %, Österreich: 31,5 %). Der Anteil der Personen mit Fachschulabschluss entsprach mit 13,7 % dem Österreichschnitt (13,7 %). 16,2 % verfügten über eine Matura bzw. einen Kollegabschluss (Österreich: 16,7 %) als höchsten Abschluss. Der Anteil der Personen mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss lag bei 17,3 % (Österreich: 19,1 %) (vgl. Statistik Austria, 2025).

Das Einkommensniveau liegt mit 3.487 € (2024) leicht unter dem österreichischen Durchschnitt (3.501 €). Damit positionierte sich die Steiermark im Bundesländervergleich auf dem vierten Platz. Höhere Bruttomedianeinkommen werden in den ebenfalls industriell geprägten Bundesländern Oberösterreich (3.628 €) und Vorarlberg (3.618 €) sowie in der Bundeshauptstadt Wien (3.610 €), mit ihrer Funktion als Headquarter-Standort sowie der Konzentration der Bundesverwaltung, verzeichnet (vgl. DVSV, 2025).

Die geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sind vergleichsweise groß. Männer verdienten im Jahr 2024 im Median 3.974 € (Österreich: 3.998 €, Rang 3), Frauen 2.812 € (Österreich: 2.897 €, Rang 5) . Diese Einkommensdifferenz lässt sich hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückführen: Einerseits sind Männer überproportional häufig in der Industrie beschäftigt, die überdurchschnittliche Löhne und Gehälter zahlt, andererseits arbeiten Frauen weit häufiger in Teilzeit (vgl. DVSV, 2025).

Weite Teile der Steiermark sind verkehrstechnisch relativ gut erschlossen, auch wenn im Vergleich mit anderen hochentwickelten Industrieregionen Europas noch Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Erreichbarkeit besteht, was teilweise auf die alpine Randlage der Steiermark zurückzuführen ist. Im Individualverkehr führt die Pyhrn-Autobahn A9 in Richtung Oberösterreich und Slowenien. Klagenfurt, Italien sowie die urbanen Agglomerationen in Niederösterreich und Wien sind über die Süd-Autobahn A2 gut erreichbar. Die Semmering-Schnellstraße S6 sowie die Murtal-Schnellstraße S36 erschließen auf weiten Teilen das Mur-Mürz-Tal und geben Anschluss an Wien. Mit der Fertigstellung der Koralmbahn liegt die Steiermark heute an der neuen baltisch-adriatischen Verkehrsachse, was die öffentliche Verkehrsanbindung an die Bundesländer Kärnten, Niederösterreich und Wien erheblich verbessert. Klagenfurt liegt seit Dezember 2025 in Tagespendlerdistanz – heute erstreckt sich eine urbane Agglomeration von Graz über Klagenfurt bis nach Villach.

Arbeit

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren in der Steiermark 536.082 Personen unselbstständig beschäftigt, was einem Anteil von 13,7 % der Aktivbeschäftigung in Österreich entspricht. Mit 42,2 Arbeitsplätzen je 100 Einwohner lag die Arbeitsplatzdichte nahe am österreichischen Durchschnitt (42,5). Die Wirtschaft ist traditionell vom Produktionsbereich geprägt, dem 2025 29,5 % aller Beschäftigungsverhältnisse zuzuordnen waren. Mit 9,6 % entfiel rund jedes zehnte Beschäftigungsverhältnis auf den Technologiebereich. Zudem spielt das Segment der wissensintensiven, unternehmensbezogenen Dienstleistungen, das u. a. F&E- sowie technische Dienstleistungen umfasst, eine zentrale Rolle für den Standort. 69,4 % der Beschäftigten waren 2025 im Dienstleistungssektor tätig, auf die Land- und Forstwirtschaft entfielen 1,1 % der Aktivbeschäftigten (vgl. DVSV, 2026).

Von 2021 bis 2025 verzeichnete die Steiermark einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Aktivbeschäftigung um +0,6 % (Österreich: +1,1 % p.a.). Die Beschäftigungsdynamik zeigte sich in den letzten Jahren somit verhalten, wobei die Frauenbeschäftigung seit 2021 mit +1,2 % p.a. stärker zunahm als jene der Männer, die mit +0,1 % stagnierte. Im Vergleich mit 2024 wurden 2025 in der Steiermark um -1.843 bzw. -0,3 % Beschäftigungsverhältnisse weniger gezählt als im Vorjahr (Österreich: +0,2 %) (vgl. DVSV, 2026).

Die verhaltene Dynamik im Jahr 2025 lässt sich auf Beschäftigungsrückgänge im produzierenden Bereich (-2,1 %) und damit insbesondere auf das herausfordernde konjunkturelle Umfeld in der Industrie zurückführen. Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor zeigte sich stabil (+0,4 %). Für die negative Beschäftigungsentwicklung verantwortlich waren insbesondere Verluste in der Warenherstellung (-2,5 %) sowie dem Bauwesen (-1,0 %). Besonders hervorzuheben ist der deutliche Rückgang im Fahrzeugbau bzw. sonstigen Fahrzeugbau (-11,8 %) (vgl. DVSV, 2026). 

Im Jahr 2025 waren im Bereich Herstellung von Waren in Summe 20,7 % der unselbstständig Beschäftigten tätig. Regionale Spezialisierungen fanden sich in den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik (3,4 % der unselbstständig Beschäftigten in der Steiermark), Maschinenbau (2,9 %), Fahrzeugbau (2,5 %), Herstellung von Metallerzeugnissen (2,1 %) sowie Nahrungs- und Futtermittelerzeugung (2,2 %) (vgl. DVSV, 2026).

Die Pendelverflechtungen über die Grenzen der Steiermark hinaus sind bisher generell moderat. Dennoch gibt es, insbesondere in den östlichen Bezirken, eine erkennbare Auspendelbewegung Richtung Wien und Niederösterreich. In umgekehrter Richtung verzeichnen diese Bezirke einen erhöhten Zustrom von Einpendlern aus dem Burgenland. Im Bezirk Liezen zeigt sich zudem eine Pendelbewegung in Richtung Oberösterreich. Auffällig hoch ist das Pendelaufkommen im und um den Grazer Zentralraum innerhalb der Steiermark sowie in den Bezirken entlang der Mur-Mürz-Furche (vgl. Statistik Austria, 2025). Die Koralmbahn, die im Dezember 2025 den Betrieb aufgenommen hat, wird zukünftig zu einem Anstieg des Pendelverkehrs zwischen der Steiermark und Kärnten beitragen. 

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen in Österreich stieg im Jahr 2025 deutlich an, um +6,6 % oder +19.689 auf einen Jahresdurchschnittsbestand von 317.540. In der Steiermark wurde sogar ein Anstieg von +8,8 % oder +3.133 vorgemerkten Arbeitslosen verzeichnet, was einem Jahresdurchschnitt von 38.779 entspricht. Dies markierte den dritthöchsten relativen Anstieg unter den Bundesländern, hinter Oberösterreich (+11,5 %) und gefolgt von Salzburg mit ebenso +8,8 %. Demgegenüber verzeichneten Kärnten mit +1,5 % und das Burgenland mit +3,3 % den geringsten Zuwachs an Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr (vgl. AMS, 2026).

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen betraf sowohl Männer (+7,2 %, Österreich: +4,9 %) als auch Frauen (+11,0 %, Österreich: +8,9 %). Alle Bildungsniveaus waren von dieser Entwicklung betroffen. Der Anteil an vorgemerkten Arbeitslosen mit Lehre oder Meisterprüfung als höchster Ausbildung betrug 33,0 % (Österreich: 27,9 %), der Anteil mit maximal Pflichtschulabschluss lag bei 42,3 % (Österreich: 44,0 %), während 8,8 % eine universitäre Ausbildung aufwiesen (Österreich: 10,3 %) (vgl. AMS, 2026).

Die Arbeitslosenquote in der Steiermark stieg im Jahr 2025 um +0,5 %-Punkte auf 6,6 % an (Österreich: 7,4 % bzw. +0,4 %-Punkte). Niedrigere Arbeitslosenquoten als in der Steiermark wurden in Vorarlberg (5,9 %), Oberösterreich (5,4 %), Tirol (4,5 %) und Salzburg (4,5 %) registriert (vgl. AMS, 2026).

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Steiermark ist durch Großbetriebe geprägt. Im Jahr 2025 waren 42,6 % der unselbstständig Beschäftigten in Betrieben mit mindestens 250 Beschäftigten angestellt. In mittelgroßen Betrieben (50–249 Beschäftigte) waren 21,5 % tätig, während in Kleinbetrieben (10–49 Beschäftigte) 21,5 % und in Kleinstbetrieben (1–9 Beschäftigte) 14,3 % beschäftigt waren. Zu den größten Industrieunternehmen des Bundeslandes zählen: MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik, AVL List, KNAPP, voestalpine BÖHLER Edelstahl und die Anton Paar GmbH.

Mit einer F&E-Quote von 5,32 % im Jahr 2023 (aktuellste verfügbare Daten) war die Steiermark nicht nur unter den österreichischen Bundesländern führend, sondern positionierte sich auch im europäischen Spitzenfeld. Diese hohe F&E-Quote wird sowohl vom öffentlichen Sektor als auch vom privaten Unternehmenssektor getrieben. Wien folgte mit der zweithöchsten F&E-Quote unter den Bundesländern mit 3,91 %. Die Innovationskraft der Steiermark liegt damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt (EK 2023).

Mit Warenexporten in der Höhe von 28,5 Mrd. € und einer Exportquote von 45 % im Jahr 2024 zählt die Steiermark zu den stark exportorientierten Bundesländern. Nur die Exportquoten von Oberösterreich (58 %) und Vorarlberg (56 %) lagen über diesem Wert. Zum Vergleich: Die gesamtösterreichische Exportquote lag bei 39 %. Die wichtigsten Exportgüter der Steiermark im Jahr 2024 waren Maschinen, Apparate und elektrotechnische Waren (25,3 %), Beförderungsmittel (22,6 %) sowie unedle Metalle und Waren daraus (18,0 %). Aufgrund zunehmender globaler Handelsrestriktionen, aber auch stark gestiegener Kosten sind die steirischen Exporte unter Druck (vgl. Statistik Austria, 2026).

Im Jahr 2025 wurden in der Steiermark 6.113 Gründungen registriert (vorläufige Zahlen), was einem leichten Anstieg von +3,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zahl der Gründungen ohne Personenbetreuer nahm um +6,0 % auf 5.184 zu. Demgegenüber stand ein Rückgang der Gründungen durch selbstständige Personenbetreuer um -11,3 % auf 929. Die Gründungsintensität lag bei 4,8 Gründungen je 1.000 Einwohner (Rang 4 unter den österreichischen Bundesländern, Österreich: 4,8 Gründungen je 1.000 Einwohner). Ohne Berücksichtigung der selbstständigen Personenbetreuung wies die Steiermark eine Gründungsrate von 4,1 Gründungen je 1.000 Einwohner auf (Rang 7 unter den österreichischen Bundesländern, Österreich: 4,3) (vgl. WKO, 2026). 

Der Tourismus spielt in Teilen der Steiermark eine zentrale Rolle. Das Angebot ist vielfältig, wobei die Nächtigungsdichte doch deutlich unter jener der besonders tourismusintensiven Bundesländer Tirol und Salzburg liegt. Im Jahr 2025 wurden 11,1 Nächtigungen je Einwohner (Österreich: 17,1) gezählt, in Tirol waren es 64 und in Salzburg 54 Nächtigungen je Einwohner (vgl. Statistik Austria, 2026). 

Der Tourismus in der Steiermark fokussiert sich auf einige Teilregionen: Während der Wintertourismus vor allem in den Bezirken Liezen und Murau eine wesentliche Rolle spielt, zeichnet sich die Oststeiermark durch Erlebnis-, Thermen- und Kurtourismus aus. Graz zieht Besucher für Städte- und Kongresstourismus, aber auch Dienstreisen an, und die Südsteiermark ist bekannt für ihre landschaftliche Schönheit und kulinarischen Angebote. Aufgrund dieser unterschiedlichen Ausrichtung entwickelte sich der Tourismus auch sehr unterschiedlich: Die Bezirke Graz (Stadt) (+5,2 %), Murau (+3,6 %) und Voitsberg (+1,4 %) verzeichneten deutliche Nächtigungszuwächse. Dem standen Rückgänge in den Bezirken Murtal (-9,7 %), Leoben (‑8,0 %), Graz-Umgebung (‑3,3 %) und Hartberg-Fürstenfeld (‑0,1 %) gegenüber (vgl. Statistik Austria, 2026). 

Insgesamt wurden im Jahr 2025 14.083.455 touristische Nächtigungen registriert, was 9,0 % aller Nächtigungen in Österreich entspricht. Der Sommertourismus überwiegt traditionell (2025: 57,6 % der Nächtigungen, Österreich: 53,5 %), die Steiermark zieht insbesondere inländische Gäste an (2025: 55,0 %). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 3,1 Tagen je Aufenthalt leicht unter dem österreichischen Durchschnitt von 3,3. Die Bettenauslastung in Hotels oder ähnlichen Betrieben erreichte mit 35,9 % einen Wert, der etwas unter dem nationalen Durchschnitt von 41,3 % lag (vgl. Statistik Austria, 2026). 

 

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