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Mai 2026: Energetischer Endverbrauch 2024
In der Steiermark betrug der energetische Endverbrauch1 im Jahr 2024 rund 175,5 PJ und damit um -0,5 % weniger als im Jahr 2023 (Österreich -0,6 %). Österreichweit entfielen 16,8 % des energetischen Endverbrauchs auf die Steiermark. Damit liegt die Steiermark nach Nieder- und Oberösterreich (23,6 % bzw. 20,9 %) auf Rang drei im Bundesländervergleich. Wesentlich beeinflusst wird der Energieverbrauch von der Bevölkerungsentwicklung, der Wirtschaftsleistung bzw. der Wirtschaftsstruktur sowie der Witterung (Heizenergie- und Kühlbedarf). Die starke industrielle Prägung der Steiermark – insbesondere in energieintensiven Bereichen – spiegelt sich auch im sektoralen Energieverbrauch wider. Mit 38,0 % des energetischen Endverbrauchs entfiel der größte Anteil auf den produzierenden Bereich, ein anteilsmäßig höherer Wert wird lediglich im ebenfalls industriell geprägten Bundesland Oberösterreich erzielt (41,1 %). Die hohe Energieintensität der steirischen Industrie ist insbesondere auf die Eisen- und Stahlerzeugung, die Papier- und Zellstoff- sowie die Zementindustrie zurückzuführen. Auf sie entfällt 73,4 % des steirischen Energieverbrauchs im produzierenden Bereich. Jeweils rund ein Viertel des energetischen Endverbrauchs in der Steiermark ist den Sektoren Verkehr (27,5 %) sowie den privaten Haushalten (25,4 %) zuzurechnen.
Differenziert nach Energieträgern kommt weiterhin den fossilen Brennstoffen eine hohe Bedeutung zu. Mit einem Anteil von 47,2 % entfiel fast die Hälfte des energetischen Endverbrauchs im Jahr 2024 auf fossile Energieträger, wobei Erdöl (29,5 %) gefolgt von Erdgas (15,7 %) die größte Bedeutung zukommt. Kohle (2,0 %) spielt kaum mehr eine Rolle und kommt vorrangig in der Industrie bzw. der Produktion zum Einsatz. Jeweils mehr als ein Fünftel des energetischen Endverbrauchs entfällt auf die Energieträger Biomasse (22,3 %) und Elektrische Energie (21,5 %), 5,8 % auf Fernwärme.
Erneuerbare Energien gewinnen sowohl aus klimapolitischer Sicht als auch zur Verringerung der Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern aus geopolitisch instabilen Regionen zunehmend an Bedeutung. Bei der Stromerzeugung dominiert die Wasserkraft, bei der Bereitstellung von Wärme aus erneuerbaren Quellen hingegen die Biomasse.
Nähere Informationen zum energetischen Endverbrauch sowie zum Anteil der erneuerbaren Energieträger in der Steiermark finden sich unter:
https://wibis-steiermark.at/energie-und-treibhausgasemissionen/energie/
1 Gibt die dem Verbraucher zur Umsetzung der Nutzenergie zur Verfügung stehende Energiemenge an (z.B. Elektrische Energie für Beleuchtung).
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