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Nächtigungen in der Steiermark (Kalenderjahr 2023).

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Juni 2023: Dienstgeberwechsel nach Wirtschaftsklassen

Im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 wurden in der Steiermark 493.477 unselbständig Aktivbeschäftigte verzeichnet. Im selben Zeitraum wurden pro Jahr durchschnittlich 108.254 Dienstgeberwechsel (darunter werden alle Wechsel erfasst, bei denen der Arbeitsbeginn im neuen Dienstverhältnis max. 365 Tage nach Ende des alten Dienstverhältnisses stattfand) vermerkt. Untersucht werden im Folgenden Dienstgeberwechsel, konkret woher die Beschäftigten von Unternehmen kommen: ob diese innerhalb derselben Branche gewechselt sind oder ob sie aus anderen Bereichen der Wirtschaft kommen. Für die Branchen der steirischen Wirtschaft zeigt sich damit, ob – und wenn ja, aus welchen anderen Branchen Beschäftigte gewonnen werden konnten.

Eine besonders hohe Wechselrate, d.h. einen besonders hohen Anteil von Arbeitgeberwechseln, verzeichnet der Sektor der Land- und Forstwirtschaft, aber auch im Tourismus (ÖNACE I Beherbergung und Gastronomie) ist die Wechselrate sehr hoch und lag im Betrachtungszeitraum durchschnittlich über 50 %. Die Wechsel erfolgen dabei überwiegend innerhalb der Branche: 57,8 % der neuen Beschäftigten wechselten innerhalb des Tourismus, rund jeder 12. kommt aus dem Handel (ÖNACE G).

Auch im Bauwesen (ÖNACE F) fiel die Wechselrate überdurchschnittlich aus, knapp die Hälfte (49,1 %) war aber bereits zuvor in der Braubranche beschäftigt und auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung, dem Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen (ÖNACE O-Q) fällt der Anteil jener, die innerhalb der Branche wechselten mit 44,1 % entsprechend hoch aus. Im Bauwesen waren auch vormals Beschäftigte von Arbeitskräfteüberlassern eine wichtige Quelle.

Für den Technologiebereich haben Arbeitskräfteüberlasser eine noch höhere Bedeutung bei der Besetzung von Stellen. Auf den Technologiebereich, der sowohl die chemische/pharmazeutische Industrie sowie die Bereiche Elektrotechnik und Elektronik, sowie Maschinen- und Fahrzeugbau umfasst, entfielen im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 8,5 % der unselbständig Aktivbeschäftigten bzw. 40,4 % der Beschäftigten im Bereich Herstellung von Waren. Die Wechselrate fällt mit 11,0 % unterdurchschnittlich aus, etwas weniger als drei von zehn Neueintritten erfolgten von Arbeitskräfteüberlassern, nur jeder sechste neue Beschäftigte kam von einem Dienstgeber der Branche selbst. Auch Wechselbeziehungen zu Unternehmen im Bereich der wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen spielen eine durchaus wichtige Rolle, rund jeder zwölfte neue Beschäftigte wechselte aus diesem Bereich.

Insgesamt zeigt sich eine sehr hohe Dynamik am steirischen Arbeitsmarkt. Gerade im Tourismus und am Bau gelingt es nur sehr bedingt, Beschäftigte aus anderen Bereichen der Wirtschaft zu gewinnen.

Auf der anderen Seite wird der Bereich der Arbeitskräfteüberlassung seiner Rolle gerecht: Viele Beschäftigte wechseln in anderen Branchen, insbesondere in die Industrie, der Großteil der Wechsel erfolgt allerdings auch hier innerhalb der Branche.

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