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Jänner 2026: Beschäftigungsentwicklung 2025
Nach einem leichten Beschäftigungsrückgang im Jahr 2024 (-0,3 %) setzt sich der rückläufige Trend in der Steiermark aufgrund der trüben Wirtschaftsentwicklung auch im Jahr 2025 fort. Die Zahl der unselbständig Aktivbeschäftigten sank abermals um -0,3 % auf 536.082 Beschäftigungsverhältnisse (-1.843).
Österreichweit nahm die Beschäftigung hingegen abermals leicht zu (0,2 %), Wien erzielte mit einem Plus von 1,1 % (+9.609 Beschäftigungsverhältnisse) im Vorjahresvergleich den stärksten Zuwachs. Auch in den meisten anderen Bundesländern blieb die Beschäftigung größtenteils stabil bzw. konnte leicht ausgeweitet werden, lediglich in Oberösterreich und in Kärnten war die Beschäftigung – neben der Steiermark – ebenso rückläufig (jeweils -0,5 %). Differenziert nach Geschlechtern zeigt sich, dass in allen Bundesländern die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse unselbständig aktivbeschäftigter Frauen zunahm (Steiermark: +0,7 %, Österreich: +0,8 %), während mit Ausnahme von Tirol (+0,3 %) und Wien (+0,8 %) die Beschäftigungsverhältnisse der Männer in allen Bundesländern rückläufig waren (Steiermark: -1,2 %, Österreich: -0,3 %). Die derzeit angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich besonders stark auf die traditionell männlich geprägten Branchen wie Bau und Industrie aus, wodurch Männer am Arbeitsmarkt besonders von den aktuellen Herausforderungen betroffen sind.
Der steirische Industriebereich verzeichnete im Jahr 2025 mit 119.559 Beschäftigungsverhältnissen einen Beschäftigungsrückgang um -2,5 %, wobei – wie bereits im Vorjahr – insbesondere der steirische Fahrzeugbau (ÖNACE 29-30) betroffen ist: Mit -1.766 Beschäftigungsverhältnissen (-11,8 %) fiel der Rückgang sogar doppelt so hoch aus wie im Jahr 2024 (-887 Beschäftigungsverhältnisse). Auch in der Herstellung von Metallerzeugnissen (ÖNACE 25) macht sich die anhaltende Schwäche der Industrie bemerkbar. Der Beschäftigungsrückgang fiel in diesem Bereich mit -4,8 % bzw. -576 Beschäftigungsverhältnissen ebenfalls mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2024 aus (-232 Beschäftigungsverhältnisse). Weiters deutliche Rückgänge verzeichnete der Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung (ÖNACE 24; -3,5 % bzw. -383 Beschäftigungsverhältnisse), ein Bereich, der in den Vorjahren noch Beschäftigung aufbaute. Als robust hingegen zeigen sich beispielsweise die Bereiche pharmazeutische Erzeugnisse (+5,1 % bzw. +124 Beschäftigungsverhältnisse), der Maschinenbau (ÖNACE 28) (+0,9 % bzw. 134 Beschäftigungsverhältnisse) sowie der Bereich der chemischen Erzeugnisse (2025: + 3,8 % bzw. +60 Beschäftigungsverhältnisse). Auch die Nahrungs-, Futtermittel-, Getränkeherstellung u. Tabakverarbeitung (ÖNACE 10-12) legte abermals an Beschäftigung zu und erzielte absolut betrachtet das drittstärkste Beschäftigungsplus in der Industrie (+0,9 % bzw. +102 Beschäftigungsverhältnisse). Die holzverarbeitende Industrie (ÖNACE 16) baute 2025 wieder Beschäftigung auf (2025: +1,7 % bzw. +75 Beschäftigungsverhältnisse), während der Bereich der Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung u. Rückgewinnung (ÖNACE D-E) Beschäftigung abbaute (-2,3 % bzw.-168 Beschäftigungsverhältnisse). Neben der Industrie ist auch die Bauwirtschaft von der weiterhin sehr schwachen Konjunktur (allen voran der Hochbaubereich) betroffen (-1,0 % bzw. -382 Beschäftigungsverhältnisse im Jahr 2025).
Weiterhin robust zeigt sich hingegen der steirische Dienstleistungssektor der mit einem Plus von +0,4 % damit abermals die Beschäftigung ausweiten konnte (+1.436 Beschäftigungsverhältnisse). Stabilisierend wirkt sich einmal mehr der Beschäftigungszuwachs im öffentlichen Bereich aus (ÖNACE P-R Öffentliche Verwaltung, Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen; +2,0 % bzw. +2.973 Beschäftigungsverhältnisse). Auch die wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen (ÖNACE 69-75; +2,0 % bzw. +506 Beschäftigungsverhältnisse) konnten ebenso wie die sonstigen Wirtschaftsdienste (ÖNACE 79-82, +3,1 % bzw. +411 Beschäftigungsverhältnisse) die Beschäftigung trotz des herausfordernden konjunkturellen Umfeldes deutlich ausweiteten. Absolut am stärksten rückläufig war die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich im Handel (-2,5 % bzw. -1.730 Beschäftigungsverhältnisse) sowie im Bereich der Arbeitskräfteüberlasser (-3,9 % bzw. -535 Beschäftigungsverhältnisse), der insbesondere für den produzierenden Bereich Arbeitskräfte zur Verfügung stellt und damit direkt von der schwachen Industriekonjunktur betroffen ist.
Nähere Informationen zur Beschäftigungsentwicklung in der Steiermark finden sich unter:
https://wibis-steiermark.at/arbeit/unselbstaendig-beschaeftigte/wirtschaftsklassen/
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